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Gern befrage ich in meinen Workshops die Führungskräfte nach dem Durchschnittsalter ihrer Mitarbeiter. Nach der Befragung wird sehr rasch deutlich, dass die Babyboomer und die Generation X noch immer in den Teams dominieren.

Wenn die Babyboomer – die geburtenstärkste Generation – demnächst in den Ruhestand wechseln, dann wird es umso wichtiger, junge, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. In 10 Jahren wird die Generation Y allein rund 70 Prozent der Belegschaft in deutschen Unternehmen ausmachen (Glober 2013). Mit Blick auf die demographische Entwicklung werden Unternehmen dann mehr denn je vor der Herausforderung stehen, in dieser Generation gute Mitarbeiter und Leistungsträger zu halten und neue Leistungsträger auch aus der Generation Z von ihrem Unternehmen zu überzeugen.

Diese älteren Generationen sind geprägt von einer Führungskultur, mit starken Hierarchien, Machtstrukturen und klaren Weisungen. Oben wurde entschieden, unten wurde ausgeführt. Die Arbeitswelten wandeln sich derzeit grundlegend. Digitalisierung, Globalisierung, steigende Komplexität und steigende Interdisziplinarität des Wissens, der demografische Wandel und die unterschiedlichen Ansprüche der Arbeitskräfte fordern neue Formen und Strukturen der Zusammenarbeit.

Dies wird verstärkt durch die neuen Generation (Y und Z). Andere Arbeitswerte gewinnen an Bedeutung. Neue Erwartungen werden an Führungskräfte gestellt.

In dieser Umbruchzeit bedarf es einer besonderen Qualität der Führung – insbesondere der Sozialkompetenzen – um die Zusammenarbeit der Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Erwartungen und Prägungen effektiv im Unternehmenssinne zu gestalten.

Galt bislang beispielsweise bislang Wissen als Macht, so hat Macht zunehmend derjenige, der weiß, wo Wissen zu finden ist und wie die Qualität überprüft werden kann. Der Zugang zu Wissen als Machtbasis verliert damit seine Bedeutung.

In einem Umfeld mit wachsender Dynamik gilt es ferner zunehmend zu handeln überschaubare Risiken einzugehen, um Erfahrungen in einem komplexen Umfeld zu sammeln. Im Gegensatz zu früher sind Mitarbeiter gefordert, immer mehr eigenverantwortlich zu handeln und selbst zu entscheiden. Dies ist vor allen Dingen für viele ältere Mitarbeiter neu und nicht immer einfach mit Blick auf die neue Verantwortung.

Notwendige Veränderungsprozesse führen zu neuen Strukturen, Prozessen und Führungsverständnissen und –verhältnissen.

Die Unterschiedlichkeit der Erfahrungen, der Perspektiven und der Herangehensweisen der Mitarbeiter ist dabei für die Unternehmen eine wertvolle Ressource, den vielfältigen Herausforderungen des Umfeldes zu begegnen.

Führen im Generationenmix hat daher eine hohe Bedeutung für die Zukunft der Unternehmen. Daher bieten wir hierzu Workshops an, die die Führungskräfte auf diese Aufgabe vorbereiten.