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Die zunehmende Komplexität fordert uns heraus. Beisipielsweise müssen die meisten Unternehmen bedingt durch die Möglichkeiten der Digitalisierung viel schneller und individueller ihren Kunden Lösungen anbieten. Ferner fordern auch die Mitarbeiter immer mehr flexiblere Arbeitszeiten und -räume. Alte Führungsstrukturen passen dabei nicht mehr. Kein Wunder also, wenn fast jedes Unternehmen sich mit dem Thema Agilität auseinandersetzt. Hierzu habe ich mich im vergangen Jahr mit vielen Unternehmern und Führungskräften ausgetauscht.

Besonders interessant waren für mich die Gespräche mit denen, die neue Arbeitsformen und –methoden bereits eingeführt haben.

Sie alle hatten sich vor der Einführung der neuen Arbeitsformen mit diesen auseinandergesetzt, wie beispielsweise mit flexiblen Arbeitszeiten, Home Office, Desk Sharing, individualisierter Arbeit, virtuellen Teams, fluiden Teams und vieles umgesetzt. Sie alle hatten dabei das Ziel, so mehr produktive Energie und Flexibilität in ihr Unternehmen zu bekommen und als attraktiver Arbeitgeber für die Generation Y sichtbar zu werden. In den meisten Fällen wurden diese Ziele nicht erreicht. Vielmehr waren Irritation sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Führungskräften sowie Enttäuschung die Folge. Durch weiteres Nachfragen fand ich dann heraus, was dem Erfolg entgegen stand.

Nicht allein die Einführung agiler Arbeitsmethoden und flexibler Arbeitsformen führen zu einem Mehrwert, sondern diese erfordern weitere Faktoren, wenn sie wertschöpfend wirken sollen. Dafür reichen nicht allein technische und fachspezifische Qualifikationen. Vielmehr sind maßgeblich entscheidend persönliche Qualifikationen aller Mitarbeitenden.

Erfolgsfaktoren in der Zukunft

Zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren zählen:

  1. Führung mit Vision und Inspiration
  2. Vertrauenskultur
  3. Selbstkompetenz
  4. Flexible Strukturen.
  • Vision und Inspiration sind wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg neuer Arbeitsformen. Eine klare Unternehmensvision sowie inspirierende und zielorientierte Führung geben Mitarbeitern Orientierung und motivieren gleichzeitig. Unter der Vision gesetzte Ziele klären die Erwartungshaltung. Inspiration dagegen vermittelt den Mitarbeitern den Sinn ihrer Aufgabe, ihrer Ziele und weckt Emotionen. Sie fördern das Engagement des Einzelnen und auch den Teamgeist. Das Streben nach einem gemeinsamen sinnhaften Ziel verbindet. Untersuchungen bestätigen, dass Vision und Inspiration eine produktive Energie unterstützen und so eine deutlich positive Wirkung auf die Performance haben.
  • Vertrauen ist ebenfalls ein Schlüsselfaktor. Vertrauen entsteht durch positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit. Im Umgang mit Komplexität hat Vertrauen eine wesentliche Bedeutung. Komplexität bedeutet, ich muss auch mit Unvorhersehbaren umgehen können. Mitarbeiter und Führungskräfte müssen Neues ausprobieren und aus der Erfahrung und gegebenenfalls Fehlern lernen. Eine wertschätzende Feedbackkultur und das Verständnis, sich gegenseitig bei der Erreichung der Ziele zu unterstützen, fördern den Aufbau von gegenseitigem Vertrauen.
  • Selbstkompetenz der Mitarbeitenden ist notwendig. Insbesondere sind soziale Fähigkeiten der Führungskräfte und Mitarbeiter,entscheidend für ein Zusammenarbeiten in einem komplexen Umfeld, wie beispielsweise:
    • sich mit den Zielen, der Aufgabe, dem Team zu identifizieren
    • der professionelle Umgang mit Konflikten
    • Wissen und Erfahrungen teilen
    • gegenseitiges wertschätzendes Feedback
    • der Umgang mit Stress
  • Flexible Strukturen, stärken die Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter. Sie stärken ebenfalls die produktive Energie und ermöglichen es, dass jeder Mitarbeiter sich bestmöglich im Team für das gemeinsame Ziel einbringt.

Zu den Erfolgsfaktoren: (Bruch, Block, Färber (2016) Trendstudie 2016: Arbeitswelt im Umbruch)

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